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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Lässt sich das Asperger-Syndrom mit Hypnose behandeln?

Auch wenn das Asperger-Syndrom, eine spezielle Form des Autismus, bislang als nicht heilbar gilt, so ist die Behandlung dieses Problems dennoch ein Thema in der Hypnose Ausbildung. Der Grund: Die Therapeuten können betroffenen Klienten nämlich sehr wohl dabei helfen, mit ihrem Leben und dem Alltag besser zurecht zu kommen.

Das Asperger-Syndrom – was ist das?

Medizinisch betrachtet gilt das Asperger-Syndrom als eine Störung in der mentalen und neuronalen Entwicklung eines Menschen. Von anderen Formen des Autismus unterscheidet sich das Asperger-Syndrom dadurch, dass die Sprachentwicklung in aller Regel nicht beeinträchtigt ist und auch die Intelligenz nicht gemindert ist. Sehr wohl haben die Betroffenen aber Wahrnehmungsprobleme und verarbeiten Reize anders, ferner bestehen Defizite im Sozialverhalten.

Erkannt wird diese Erkrankung oft erst zu einem relativ späten Zeitpunkt, weshalb das richtige Deuten der Symptome in der Hypnose Ausbildung nicht unwichtig ist. Der Grund dafür liegt darin, dass sich die typischen Symptome erst ab der Vollendung des dritten Lebensjahres zeigen. Vorher besteht allenfalls eine Verzögerung in der motorischen Entwicklung. Zwar sind die Symptome bei Kindern sehr viel stärker ausgeprägt, als es bei Erwachsenen der Fall ist. Nichtsdestotrotz verfolgt diese Krankheit die Betroffenen ihr ganzes Leben lang und kann zu einer dauerhaften Belastung werden. Die mangelnde Sozialkompetenz kann beispielsweise im Berufsleben zu Problemen führen, weil Menschen, die unter dem Asperger-Syndrom leiden, insbesondere im Umgang mit anderen Menschen schnell überfordert sind und nicht selten anecken.

Erschwerend kommt hinzu, dass nicht selten weitere psychische Störungen hinzu kommen. Etwa, wenn die Betroffenen gerade eine persönliche Krise durchstehen müssen. Zu den typischen Folgeerscheinungen gehören unter anderem Schlaf- und Essstörungen, affektive Störungen oder selbstverletzendes Verhalten. Das wiederum macht auch eine Diagnose schwierig, zumal das Asperger-Syndrom schnell mit anderen psychischen Störungen verwechselt werden kann.

Wie wird das Asperger-Syndrom behandelt?

Ob eine Behandlung des Asperger-Syndroms notwendig ist, hängt insbesondere vom Schweregrad der Erkrankung und den jeweiligen Symptomen ab. Da es sich hierbei um eine Krankheit mit vielen Gesichtern handelt, ist es notwendig, die Therapie individuell auf den jeweiligen Betroffenen auszurichten, was die angehenden Therapeuten in der Hypnose Ausbildung lernen. Auch Schulmediziner setzen gegebenenfalls einen Therapiemix ein, der aus verhaltenstherapeutischen Verfahren ebenso bestehen kann wie im Training von sozialen Fähigkeiten in einer Gruppe. Darüber hinaus kann der Therapeut aber auch ganz gezielt mit seinem Klienten an dessen Stärken arbeiten. Denn charakteristisch für Asperger-Patienten ist, dass sie in aller Regel ein außerordentlich gutes Sprachgefühl und eine außergewöhnlich große Begabung – eine sogenannte Inselbegabung – in bestimmten Bereichen haben. Liegt die Stärke eines Klienten beispielsweise im logischen Denken, kann ihn der Therapeut dazu ermutigen, einem Schachclub beizutreten. Dort hat er die Gelegenheit, seiner Leidenschaft zu frönen und zugleich soziale Kontakte im Kreise Gleichgesinnter zu pflegen.