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Ground Zero: Die Terroranschläge schlagen noch immer auf die Psyche

Aus einem guten Grund werden die Folgen von Terroranschlägen in der Hypnose Ausbildung angesprochen. Denn zehntausende Menschen, während der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York waren, leiden noch 20 Jahre später unter Problemen wie Depressionen, Belastungsstörungen oder organischen Erkrankungen: Also an Spätfolgen des Terroranschlags vom 11. September.

Betroffene Augenzeugen berichten, dass sie am 11. September 2001 in New York ein regelrechtes Bild der Verwüstung sahen: Nur wenige Stunden zuvor waren zwei Flugzeuge in die weltberühmten Zwillingstürme geflogen, zwei weitere waren ins Pentagon und in ein Feld in Pennsylvania gestürzt. Dazu gehört John Feal, der damals ein Abbruchunternehmen geleitet hatte und fünf Tage lang am Ground Zero gearbeitet hatte, bevor sein linker Fuß von 4.000 Kilo Stahl zerquetscht worden war. Er war anschließend elf Wochen lang im Krankenhaus, bekam Wundbrand und verlor die Hälfte des Fußes, weshalb er das Gehen neu lernen musste. In den vergangenen 20 Jahren wurde er 42mal operiert, hat Arthritis und chronische Probleme in Knien, Hüften und im Rücken. Sein eigenes Schicksal brachte ihn dazu, eine Stiftung zu gründen, die sich für eine bessere Gesundheitsversorgung der Helfer und Überlebenden der Terroranschläge einsetzt.

Bei diesem Terroranschlag waren nahezu 3.000 Menschen gestorben. Doch auch die Zahl der Todesfälle unter den Überlebenden und Helfern ist schleichend gestiegen. Denn sie waren schädlichen Dämpfen, Chemikalien und Staub ausgesetzt. So stehen circa ein Dutzend verschiedene Krankheiten sowie über 60 Arten von Krebs in einem Zusammenhang mit Ground Zero, wie die angehenden Therapeuten in der Hypnose Ausbildung erfahren. Das World Trade Center Health Programm weiß von über 4.500 Einsatzkräften und Überlebenden, die in den 20 Jahren nach dem Anschlag gestorben sind.

Natürlich können nicht alle Todesfälle in einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen gebracht werden. Denn in der Statistik werden auch Unfallopfer und andere Erkrankungen erfasst. Gegründet wurde dieses Programm, um für die Betroffenen eine Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, allerdings ist nur ein Teil der geschätzt mehr als 400.000 Überlebenden und Helfer Mitglied im Programm. In der Hypnose Ausbildung erfahren die Teilnehmer auch, welche Erkrankungen am häufigsten auftreten. Das sind:

  • chronische Rhinosinusitis
  • GERD
  • Krebs
  • Asthma
  • Schlafapnoe
  • PTBS
  • chronische Erkrankungen der Atemwege
  • COPD
  • Angststörung
  • schwere depressive Störungen

Die Helfer würden nochmal ran

Moshe Shapiro, der am Mount Sinai an der Ichn School of Medicine tätig ist, forscht über die gesundheitlichen Auswirkungen der Katastrophe. Dabei ist ihm aufgefallen, dass die Betroffenen trotz der Folgen sagen, dass sie wieder helfen würden.

Zahlreiche dieser Menschen erinnern sich nahezu jeden Tag an die Anschläge. Viele von ihnen haben die gesundheitlichen Folgen schon nach wenigen Tagen oder Monaten gespürt. Etwa 74 Prozent der Mitgliede des WTC-Programms wurden zumindest eine körperliche oder psychische Erkrankung diagnostiziert, die sich in einen direkten Zusammenhang mit der Belastung am Ground Zero setzen lässt. Dazu gehören vor allem Krebserkrankungen und psychische Erkrankungen wie posttraumatische Belastungsstörungen oder Schlafapnoe. Hinzu kam, dass die Helfer zunächst einmal in der Nachweispflicht. Denn sie mussten nachweisen, dass sie wirklich gesundheitliche Auswirkungen verspürten und dass diese wirklich in einem Zusammenhang mit den Terroranschlägen zusammenhing.

Die Folgen: Keine Überraschung

So manche Epidemologen überrascht es nicht, dass die Helfer und Überlebenden langfristig zu gesundheitlichen Folgen hat. Sie hatten vielmehr erwartet, dass Todesfälle, die in einem Zusammenhang mit den Ereignissen vom 11. September 2001 stehen, noch lange verzeichnet werden. Zahlreiche chronische Krankheiten in diesem Zusammenhang sind inzwischen auch unumstritten. Dass die Behandlung dieser Krankheiten bis 2090 gewährleistet ist, ist auch gesetzlich geregelt.

Wer ist am stärksten betroffen?

In der Hypnose Ausbildung erfahren die Teilnehmer auch, welche Gruppen am stärsten betroffen sind. Allen voran gehören dazu die Mitglieder des New York City Fire Department. Bereits am 11. September 2001 verstarben 343 Feuerwehrleute, über 200 in den folgenden Jahren. Dass diese Gruppe so stark von den Folgen betroffen ist, liegt daran, dass ein Großteil der Feuerwehrleute schon von Anfang an dem Staub ausgesetzt waren, weil sie versuchten, alle Überlebenden zu finden und zu bergen. In den ersten Wochen hatten nur wenige Feuerwehrleute die entsprechende Schutzausrüstung benutzt. Außerdem gab es die ersten Atemschutzmasken, die für diese Arbeiten geeignet waren, erst eine Woche, nachdem die Aufräumarbeiten begonnen hatten. Und die waren sperrig, umständlich zu tragen und hatten die Kommunikation behindert. Im Schnitt waren die Feuerwehrleute drei bis vier Monate lang am Ground Zero im Einsatz, einige waren aber auch die gesamten zehn Monate lang anwesend. 40 Prozent der Feuerwehrleute leiden heute unter den häufigsten Erkrankungen. Die Einsatzkräfte, die am frühesten vor Ort waren, leiden besonders häufig unter Erkrankungen an den Atemwegen. Allerdings ist es schwierig, einen direkten Zusammenhang einzuschätzen, weil die Einsatzkräfte naturgemäß nicht den gleichen Gesundheitszustand hatten und der eine oder andere vielleicht anfälliger für bestimmte Erkrankungen. Auch wenn die ganzen Zusammenhänge noch nicht abschließend geklärt sind, so ist jedenfalls sicher, dass die bereits erkrankten Menschen in den nächsten 20 Jahren noch stärker unter den Folgen leiden werden als es bisher schon der Fall ist.



 

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