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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Zwangsstörungen

Bei Zwangsstörungen handelt es sich um psychische Störungen, die in den Bereich der Angststörungen eingeordnet werden. Zwangsstörungen sind ein wichtiges Thema in der Hypnose Ausbildung, weil die Betroffenen einen inneren Zwang verspüren, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun, gegen welchen sie sich in willentlich wehren können.

Für die Betroffenen bedeutet das eine erhebliche Einschränkung in ihrem alltäglichen Leben. Denn diese Zwangsimpulse sind im Grunde sinnlos und rauben den Betroffenen viel wertvolle Zeit. Das sehen die Betroffenen zwar ein, jedoch können sie diese Zwangshandlungen nicht unterlassen. Der Hintergrund, der in der Hypnose Ausbildung vermittelt wird, besteht darin, dass sie durch diese Handlungen oder Gedanken Befürchtungen oder Situationen bewältigen wollen, die emotional mit Angst besetzt sind. Geben sie diesem Zwang nicht unmittelbar nach, steigern sich die Angstgefühle kontinuierlich, bis die Betroffenen die Zwangshandlung eben doch durchführen.

Der Unterschied zwischen Zwangsgedanken und Zwangshandlungen

Obwohl etwa 90 Prozent der Betroffenen sowohl unter Zwangsgedanken als auch unter Zwangshandlungen leiden, gibt es sehr wohl einen Unterschied, der auch in der Hypnose Ausbildung ausführlich angesprochen wird. Denn die Bandbreite an möglichen Symptomen ist sehr groß. Das heißt: Nahezu jeder Betroffene weist ein völlig individuelles Symptombild auf.

Zwangsgedanken

Bei Zwangsgedanken handelt es sich um Denkstörungen. Den Betroffenen drängen sich also immer wieder Denkinhalte auf, die sie bei nüchterner Betrachtung auch selbst als unsinnig empfinden. Bei so manchem ist das Denken auch eingeengt oder die Gedanken kreisen immer wieder um das selbe Thema. Durch diese Zwangsgedanken werden schließlich Abwehrrituale auf der Verhaltensebene ausgelöst. Typische Beispiele für Zwangsgedanken sind:

  • Der Grübelzwang, der dazu führt, dass die Betroffenen ein bestimmtes Thema immer und immer wieder durchdenken, ohne jedoch eine Lösung zu finden.
  • Wiederholungen: Die Betroffenen wiederholen bestimmte Gedanken ritualisiert immer wieder.
  • Zwangsbefürchtungen und -ideen: Die Betroffenen befürchten beispielsweise, dass sie ihre Arbeit nicht korrekt genug machen oder dass ihrem Partner etwas zustoßen könnte.

Viele Betroffene befürchten außerdem, dass sie möglicherweise anderen oder sich selbst Schaden könnten. Weil sie diese Gedankengänge nicht befriedigend auflösen können, drängen sie sich immer wieder auf.

Zwangshandlungen

Von Zwangshandlungen spricht man, wenn die Betroffenen bestimmte Handlungen – auch gegen ihren Willen – immer wieder ausführen. Versuchen sie, diese zu lassen, leiden sie unter einer massiven inneren Anspannung und unter Ängsten. Und das, obwohl sie wissen, dass diese Handlungen unvernünftig oder zumindest übertrieben sind. Den Widerstand, die entsprechende Handlung auszuführen, geben sie spätestens auf, sobald sie Angst empfinden. Typische Beispiele für Zwangshandlungen sind:

  • Kontrollzwang: Die Betroffenen überprüfen ständig Aschenbecher, Türschlösser, Herdplatten und ähnliches.
  • Reinlichkeitszwang: Beispielsweise waschen sich die Betroffenen ständig die Hände, obwohl das nicht notwendig wäre.