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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Warum vergessen so schwierig ist

Beleuchtet werden in der Hypnose Ausbildung nicht nur psychische Probleme, mit welchen die Therapeuten nach ihrer Hypnose Ausbildung tagtäglich konfrontiert werden. Dazu gehören beispielsweise Phänomene wie das Vergessen und warum dies so schwierig ist.

Wer selbst einmal versucht hat, eine peinliche Situation, ein unangenehmes Erlebnis oder eine traumatische Erfahrung aus seiner Erinnerung zu streichen, kann bestätigen, dass dies schwierig bis unmöglich ist. Offenbar möchte das Gehirn also, dass sich die Betroffenen just an diese Ereignisse erinnern, weil sie ein wichtiger Teil ihrer Lebenserfahrung sind. Dies lässt sich neurowissenschaftlich auch ganz einfach und logisch erklären, wie die Teilnehmer in der Ausbildung erfahren. Denn die Erinnerungen stehen dafür, was der Mensch ist. Wer nun eine Erinnerung und somit ein Kapitel aus seinem Leben streicht, würde damit aufhören, er selbst zu sein.

Warum ist es schwieriger, zu vergessen als sich zu erinnern?

Dennoch scheint es rätselhaft, dass es nicht möglich ist, gezielt bestimmte Dinge zu vergessen. Denn so manches Ereignis wird sehr wohl vergessen, während andere Geschehnisse immer wieder ins Gedächtnis kommen, die nicht selten mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden sind. Mit dieser Frage haben sich nunmehr auch Wissenschaftler an der Universität Texas beschäftigt. In dieser Studie ging es vor allem darum, herauszufinden, welche neuronalen Mechanismus hier eine Rolle spielen.

Wie der Hauptautor der Studie, Jarrod Lewis-Peacock, sagt, sei das Gehirn ständig damit beschäftigt, Erfahrungen und Daten zu löschen, was meist dann passiert, wenn der Mensch schläft. Der Betroffene selbst hat dabei keinerlei Kontrolle über diesen unbewussten Prozess. Der Grund dafür liegt darin, dass das Gehirn stets danach bestrebt ist, die Effizienz zu verbessern, weshalb unwichtige Fakten verworfen werden.

Bei Erinnerungen wird unterschieden zwischen neuronalen und hoch emotionalen. Dabei werden visuelle Eindrücke wie beispielsweise das Gesicht eines Menschen sehr schnell vergessen. Hat ein Erlebnis oder ein Eindruck hingegen eine emotionale Reaktion hinterlassen, ist es nahezu unmöglich, dies zu vergessen. Der Grund: Das Gehirn betrachtet dieses Ereignis als bedeutsam.

Bemerkenswert ist außerdem, dass viele Erinnerungen von den Betroffenen als sehr lebendig empfunden werden. Das liegt daran, dass diese Erinnerungen durch Assoziationen entstehen. Das heißt: Der Mensch fügt das wichtige Ereignis mit seinen eigenen Sinneseindrücken zusammen, wodurch sich diese Erinnerung noch stärker verfestigt.

Hinzu kommt, dass jede Erfahrung, aber auch Gewohnheiten und Emotionen zu Veränderungen im Gehirn führen. Sollte eine Erlebnis gezielt vergessen werden, müsste also auch die neuronale Verbindung im Gehirn gelöscht werden.