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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Urängste – deren Nutzen und Hindernisse

Ein äußerst wichtiges Thema in der Hypnose Ausbildung sind die Urängste. Der Grund: Viele Menschen leiden unter diesen Ängsten und werden dadurch gehindert, ihr volles Potenzial zu entfalten. Diese Urängste haben jedoch andererseits auch ihren Sinn und ihre Berechtigung. Schließlich warnen und schützen sie die Menschen vor Bedrohungen in ihrer unmittelbaren Umgebung. Nehmen diese Ängste jedoch überhand, werden sie davon oftmals regelrecht beherrscht und können ihr Leben nicht so leben, wie sie gerne möchten. Die angehenden Therapeuten lernen deshalb in der Hypnose Ausbildung, wie sie diese Ängste wieder auf ein gesundes Maß bringen können, sodass sie dadurch in ihrem Leben nicht mehr behindert werden. Allerdings ist dies nicht ganz einfach, weil es keine einheitliche Definition darüber gibt, was die Urängste eigentlich sind. Caty Medrano beispielsweise nennt unter anderem folgende Urängste:

Keine Freiheit mehr

Von Kindesbeinen an hat jeder Mensch Angst davor, dass er seine Freiheit verlieren könnte. Das muss jedoch nicht zwangsläufig mit einem erzwungenen Freiheitsentzug wie einem Gefängnisaufenthalt zusammenhängen. Denn auch ein Kind, welches Zimmerarrest hat oder ein Erwachsener, der von Vorgaben seiner Vorgesetzten zu sehr eingeschränkt wird, hat im Grunde keine Freiheit mehr. Er kann also nicht selbst entscheiden, was er im Augenblick gerade tun möchte.

Das Unbekannte

Dass der Mensch Angst vor dem Unbekannten hat, lässt sich im Grunde leicht erklären: Er möchte wissen, was auf ihn zukommt, weil er die Situation dann – zumindest bis zu einem gewissen Grad – unter Kontrolle hat. Kann er das nicht, verursacht das unter Umständen Ängste, die bis weit in die Kindheit zurück reichen.

Schmerzen machen Angst

Schmerzen ertragen zu müssen oder gar zu sterben ist eine der menschlichen Urängste. Diese erfüllt jedoch eine äußerst wichtige Funktion, weil sie den Menschen davor schützt, sich in allzu gefährliche Situationen zu begeben.

Wenn Enttäuschung Angst macht

Schon jedes Kind macht die Erfahrung, dass es dafür bestraft wird, wenn es etwas falsch gemacht hat. Oder noch schlimmer: Das Kind bekommt nur einen traurigen Blick zu sehen und die Ansage zu hören, dass die Eltern enttäuscht seien. Genau das ist jedoch eine wesentlich schlimmere und führt dazu, dass der Mensch eine Angst davor entwickelt, selbst enttäuscht zu werden oder andere zu enttäuschen.

Die Angst vor der Einsamkeit

Allein zu sein und keinen Kontakt mit anderen Menschen zu haben führt zu einem Gefühl der Leere. Diese Angst geht auf den Anbeginn der Menschheit zurück. Denn schon für den Steinzeitmenschen war es wahrscheinlicher, dass er selbst überlebt, wenn er in einer Gruppe lebt. Der Ausschluss von der Gruppe gilt deshalb auch heute bei urzeitlichen Kulturen als eine der höchsten Strafen. Denn insbesondere in unwirtlichen und lebensfeindlichen Regionen ist der Einzelne fast schon zum Tode verurteilt.