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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Mutismus: wenn Schweigen herrscht

Eine besondere Herausforderung für Therapeuten sind nach der Hypnose Ausbildung Klienten, die unter Mutismus leiden. Denn die Betroffenen bleiben stumm und schweigen. Für die Therapeuten ist es also äußerst schwierig, einen Zugang zu diesen zu finden, um eine erfolgreiche Therapie durchzuführen. In der Hypnose Ausbildung lernen die angehenden Therapeuten deshalb, wie es ihnen gelingt, trotzdem die notwendige Vertrauensbasis aufzubauen.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich diese Problematik fortsetzt und im Lauf der Zeit möglicherweise noch weitere Problemfelder hinzu kommen. So tritt Mutismus oft in Verbindung mit einer sozialen Phobie auf, bei Jugendlichen und Erwachsenen lassen sich darüber hinaus auch Depressionen feststellen.

Die verschiedenen Formen des Mutismus

Angesprochen werden in der Hypnose Ausbildung auch die verschiedenen Formen, in welchen Mutismus auftreten kann. So unterscheidet man zwischen selektivem und totalen Mutismus. Menschen, die unter selektivem Mutismus leiden, haben nur in bestimmten Situationen Probleme damit, sich zu artikulieren. Befinden sie sich hingegen in einer vertrauten Situation, sprechen sie dagegen außergewöhnlich viel, weshalb die Krankheit oft auch bis in die Schulzeit hinein unentdeckt bleibt.

Leiden die Betroffenen hingegen unter totalem Mutismus, sind sie in keiner noch so beliebigen Situation dazu in der Lage, sich mit ihren Mitmenschen zu verständigen. Vermutet wird, dass der totale Mutismus unter anderem durch Schockerlebnisse ausgelöst werden kann.

Daneben gibt es den akinetischen Mutismus. In diesem Fall leiden die Betroffenen unter einer schweren Antriebsstörung, weshalb sie sich so gut wie nicht bewegen und auch nicht sprechen.

Wie oft tritt Mutismus auf?

Bei Mutismus handelt es sich um eine eher seltene Störung, die lediglich bei zwei bis fünf von 10.000 Kindern auftritt. Insgesamt leiden mehr Jungen als Mädchen unter Mutismus, während dies beim selektiven Mutismus genau umgekehrt ist.

 

Wodurch wird Mutismus verursacht?

 

Eine nicht unwesentliche Rolle beim Entstehen von Mutismus dürfte die Veranlagung spielen, weil sich beobachten lässt, dass bei vielen Betroffenen auch Familienmitglieder äußerst schüchtern sind. Aber auch traumatische Erlebnisse können zum Schweigen führen.

 

Sehr oft wird der Mutismus von sozialen Störungen begleitet. Auch Ängste und Depressionen treten nicht selten auf. Darunter leiden natürlich als Folge die Persönlichkeitsentwicklung ebenso wie das Selbstbewusstsein, was wiederum Schwierigkeiten im alltäglichen Leben zur Folge haben kann.

 

Wie wird Mutismus behandelt?

 

Weil es sich beim Mutismus um ein sehr komplexes Leiden handelt, erfolgt die Behandlung meist in Kombination aus einer Psycho- und einer Sprachtherapie. Bei Erwachsenen werden zusätzlich gegebenenfalls Antidepressiva verordnet. In diesem Fall ist es notwendig, dass der Psychotherapeut eng mit dem behandelnden Psychiater und dem Sprachtherapeuten zusammenarbeitet.