Mindventure
« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Lässt sich das Emotionsprofil ändern?

Wie die angehenden Therapeuten in der Hypnose Ausbildung erfahren, ist es für ihre späteren Klienten enorm wichtig, dass sie das passende Umfeld für sich finden. Denn so manches psychische Problem, mit welchem die Therapeuten nach ihrer erfolgreichen Hypnose Ausbildung konfrontiert sind, lässt sich in einem unpassenden Umfeld nur schwer lösen. Beispielsweise ist es für einen Suchtkranken denkbar schlecht, weiterhin in dem Umfeld zu bleiben, in dem Suchtmittel konsumiert werden, weil dann der nächste Rückfall so gut wie vorprogrammiert ist. Allerdings ist es für die Betroffenen auch nicht gut, wenn sie jeder Herausforderung aus dem Weg gehen. Eine typische Situation, der sich die Therapeuten nach ihrer Ausbildung gegenüber stehen: Ein Klient knabbert lange daran, wenn ein Vorgesetzter kritische Bemerkungen zu seiner Arbeit oder seinem Auftreten macht. Dem Vorgesetzten aus dem Weg zu gehen, wo es nur geht, ist in diesem Fall keine Lösung. Denn zahlreiche Studien haben ergeben, dass die eigenen Ängste bestehen bleiben oder sich sogar verschlimmern, wenn der Betroffene die Konfrontation mit seinen Ängsten konsequent meidet.

Gibt es ein ideales emotionales Profil?

Allerdings gibt es keinesfalls ein ideales emotionales Profil. Denn jedes Profil hat seine Vorteile, aber auch Nachteile. Ein sehr resilienter Mensch beispielsweise kommt gut über einen Rückschlag hinweg. War jemand aber noch nie in der Situation, dass er völlig am Boden zerstört war, fehlt es ihm vielleicht an der Motivation, sich wieder aufzuraffen und einen neuen Anfang zu wagen. Nimmt sich jemand ständig daneben, haftet ihm bald das Image an, ein Rüpel zu sein. Kann sich ein Mensch aber perfekt an jede Situation anpassen, wirkt er auf sein Umfeld nicht mehr authentisch. Weil der Betreffende sich stets im besten Licht präsentieren möchte, ist er in allen erdenklichen Situation gehemmt, weil er Angst hat, ihm könnte ein Fauxpas passieren.

Die gute Nachricht lautet aber, dass sich jeder Mensch ändern kann, auch wenn das Emotionsprofil in den neuronalen Schaltkreisen verwurzelt ist. Denn das Gehirn lässt sich formen und kann sich jederzeit zu organisieren. Jeder Mensch hat also einen gewissen Spielraum. Wenn es darum geht, sein Leben selbst zu gestalten. Dies lässt sich nach Davidson am besten mit mentalem Training erreichen.