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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Humor als Therapie

Im Volksmund gilt Lachen seit jeher als beste Medizin, weshalb Humor zunehmend auch bei der Behandlung von Menschen mit psychischen Problemen eingesetzt wird. Das ist auch der Grund, warum dieses Thema auch im Rahmen einer Hypnose Ausbildung gebührend angesprochen wird. Allerdings muss der Therapeut während seines weiteren Berufslebens entsprechend sensibel mit diesem Thema umgehen, was auch Thema in der Hypnose Ausbildung ist. Der Grund: Nicht bei jeder psychischer Erkrankung ist Humor die optimale Therapieform. Beispielsweise hatten britische Forscher an der Universität von Leeds nachgewiesen, dass Lachen bei Klienten, die unter Depressionen leiden, eine merkliche Verbesserung ihres Zustandes zur Folge hat. Die beiden Forscher fanden trotz einer sehr dünnen Datenlage außerdem Hinweise daraus, dass Lachen für die Betroffenen auch einen stressmindernden und angstlösenden Effekt haben kann.

Für Menschen, die unter verschiedenen Formen von Angststörungen leiden, eignet sich Humor als Therapie hingegen möglicherweise weniger gut. Der Grund: Sie könnten diesen therapeutischen Ansatz dahingehend auffassen, dass jenes Problem, welches sie mitunter schon seit Jahren belastet, im Grunde komisch und lächerlich ist, sie fühlen sich also unter Umständen mit ihren Sorgen und Nöten nicht ernst genommen, was sich natürlich nicht gerade positiv auf ihren psychischen Zustand auswirkt.

Seit wann wird Humor als Therapie angewendet?

Die angehenden Therapeuten erfahren in ihrer Hypnose Ausbildung natürlich auch die verschiedensten Hintergründe zum Thema Humor als Therapie. Denn schon Siegmund Freud, einer der Väter der modernen Psychotherapie, hatte den positiven Effekt des Lachens gerade im Zusammenhang mit der therapeutischen Arbeit erkannt. Es sollte jedoch bis in die 1980er hinein dauern, bis Humor ernsthafter und intensiver in die therapeutische Arbeit mit einbezogen wurde.

Die Initialzündung dafür gab der Wissenschaftsjournalist Norman Cousins in einem 1981 erschienenen Bericht gegeben. Er selbst hatte unter einer chronischen Entzündung der Wirbelsäule gelitten und die sogenannte Lachtherapie, die auf den Prinzipien des Yoga basiert, entwickelt, um seine Krankheit zu besiegen. Er hatte im Selbstversuch herausgefunden, dass die mit der Krankheit, die mit großer Wahrscheinlichkeit zum Vorzeitigen Tod geführt hätte, Schmerzen gelindert wurden, wenn er sich intensiv darum bemühte, sich systematisch selbst zum Lachen zu bringen.

Warum lachen so gesund ist

Die positiven Effekte, die Cousins an sich selbst festgestellt hatte, lassen sich inzwischen auch wissenschaftlich erklären. Denn das Lachen hat zur Folge, dass der menschliche Körper verstärkt Hormone wie Noradrenalin und Adrenalin ausschüttet, die auch eine entzündungshemmende Wirkung besitzen. Darüber hinaus fand ein Team aus britischen und finnischen Forschern heraus, dass der Mensch außerdem Endorphine – also Glückshormone – ausschüttet wenn er lacht.