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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Holotropes Atmen

Das holotrophe Atmen ist eine spezielle Atemtechnik, die den Betroffenen ermöglichen soll, sich selbst besser kennenzulernen. Aus diesem Grund wird dieser Aspekt auch in der Hypnose Ausbildung berücksichtigt, da das holotrophe Atmen auch therapeutisch eingesetzt werden kann, um Heilungsprozesse anzuregen. Jedoch ist diese Atemtechnik nicht für jeden Klienten geeignet und auch mit einigen Risiken verbunden.

Was bedeutet holotrophes Atmen?

Selbstverständlich werden in der Hypnose Ausbildung auch die Hintergründe zum holotrophen Atmen vermittelt. Hierbei handelt es sich um einen Begriff aus dem Griechischen, der übersetzt etwa so viel bedeutet wie „ganz“ und „in Richtung von etwas gehen“. Entwickelt wurde das holotrophe Atmen von Stanislav Grof, einem tschechischen Psychotherapeuten. Dieser war der Meinung, dass es möglich ist, psychische Erkrankungen durch die Einnahme von psychadellischen Drogen wie LSD zu erforschen und zu heilen. Allerdings wurde die Einnahme von psychadellischen Drogen in den meisten Ländern verboten, woraufhin er das holotrophe Atmen entwickelte, das einen ähnlichen Effekt besitzt.

Wie funktioniert holotrophes Atmen?

In der Hypnose Ausbildung erhalten die angehenden Therapeuten eine Anleitung dafür, wie sie das holotrophe Atmen mit ihren Klienten durchführen. Dies erfolgt üblicherweise in in einer Gruppe, wobei paarweise zusammengearbeitet wird. Die beiden wechseln sich ab, wobei einer stets die Rolle des Atmenden und der andere die Rolle des Begleiters übernimmt. Das Ganze wird vom Therapeuten überwacht, der bei Problemen gegebenenfalls einschreiten kann.

Beim holotrophen Atmen ist das Atmen vertieft und beschleunigt, während Musik läuft, welche die Erinnerung an Erlebnisse aus der Vergangenheit unterstützt. Dadurch werden die Betroffenen in einen Bewusstseinszustand versetzt, durch welchen in innerer Heilungsprozess in Gang gebracht wird. Äußerst wichtig sind in diesem Zusammenhang insbesondere jene Erlebnisse, welche die Betroffenen während der Schwangerschaft oder der Geburt gemacht haben. Denn diese können sehr wohl verantwortlich für psychische Probleme im späteren Leben ein.

In aller Regel dauert eine entsprechende Sitzung drei Stunden, wobei die Teilnehmer anschließend jene Dinge, die sie erlebt haben, entweder in der Gruppe besprechen oder durch kreative Tätigkeiten aufarbeiten.

Welche Risiken sind mit dem holotrophen Atmen verbunden?

Die Beobachtung während der holotrophen Atmung ist insofern wichtig, als die Betroffenen dabei eine spezielle Atemtechnik nutzen, was zum einen zu einer Verschiebung des Säure-Basen-Haushaltes führen kann. Als Folge können Schwindelgefühle, Krämpfe und intensive Gefühle auftreten.

Hinzu kommt, dass das holotrophe Atmen eine enorme Anstrengung für den Körper und die Seele bedeuten kann. Bestimmte Patienten, etwa jene, die unter einer Herz-Kreislauferkrankung leiden, sollten das holotrophe Atmen also besser nicht praktizieren.