Mindventure
« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Fantasiereisen: den Weg zur inneren Stärke entdecken

Fantasie- oder Traumreisen gelten in der Psychologie als probates Mittel, um den Klienten zu helfen, ihre eigene, innere Stärke zu entdecken. Aber auch in der Traumatherapie werden Fantasiereisen gerne genutzt, um die Betroffenen an einen sicheren Ort führt, an welchen sie nicht mit den traumatisierenden Ereignissen auseinandersetzen müssen.

Aus diesem Grund spielen Fantasiereisen für angehende Therapeuten auch in der Hypnose Ausbildung eine wichtige Rolle. Der Ausbilder vermittelt ihnen in der Hypnoseausbildung, wie sie ihre Klienten im Trancezustand sicher an einen Ort der Geborgenheit und wieder zurück in die Realität führen. Weil der Trancezustand bei einer Fantasiereise in aller Regel nicht so tief ist, wie bei einer eigentlichen Hypnose, lernen die angehenden Therapeuten in der Hypnose Ausbildung auch, wie sie ihre Klienten in Trancezustände unterschiedlicher Tiefe führen können.

Wie läuft eine Fantasiereise ab?

Eine Fantasiereise läuft nach einem strikten Muster ab und untergliedert sich in fünf Teile: Zunächst schafft der Therapeut zur Vorbereitung eine angenehme Atmosphäre. Hierfür kann er verschiedene Hilfsmittel wie etwa ein Band mit Naturgeräuschen, Hintergrundmusik oder ätherische Öle einsetzen. Sobald das geschehen ist, führt er den Klienten in einen kurzen Entspannungszustand, wofür er auch eine leichte Trance erzeugen kann. Der Hauptteil, in welchem der Therapeut dem Klienten eine fiktive Geschichte erzählt, dauert 15 bis 30 Minuten, bevor er diesen wieder sanft in die Realität zurückführt. Abschließend wird die Fantasiereise in Form eines Gespräches oder durch ausdruckszentriertes Gestalten respektive Malen ausgewertet.

Die verschiedenen Formen von Fantasiereisen

Fantasiereisen lassen sich in verschiedenen Formen und Stärkegraden durchführen. Jedoch sind in der praktischen Anwendung die Grenzen zwischen den verschiedenen Formen fließend.:

  • die Fantasiegeschichte: Bei einer Fantasiegeschichte nutzt der Therapeut die Mittel des klassischen Storytelling und lässt in seine Erzählung Sätze wie „Stell dir das vor!“ mit einfließen. Dadurch soll es dem Klienten erleichtert werden, sich mit der Geschichte zu identifizieren.
  • die gelenkte Fantasiereise: Hierbei fordert der Therapeut den Klienten dazu auf, aktiv mitzugehen und sich mit den Bildern, die der Therapeut erzeugt, zu verbinden.
  • die halboffene Fantasiereise: Die halboffene Fantasiereise stellt eine Erweiterung der gelenkten Fantasiereise dar. Dadurch ist es möglich, innerhalb der geführten Anleitung gewisse Freiräume zu schaffen.
  • die offene Fantasiereise: In diesem Fall gibt der Therapeut lediglich ein Gerüst vor, beschreibt die Situation und erste Bilder. Im weiteren Verlauf folgt der Klient dann seinen inneren Bildern.
  • die therapeutische Fantasiereise: Die therapeutische Wirkung entsteht durch die Arbeit mit den inneren Bildern des Klienten sowie Imagination. Der Klient wird bei der Annäherung an diese Bilder vom Therapeuten unter anderem durch lenkende Fragen unterstützt.