Mindventure
« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Eine wichtige Entscheidung treffen – aber wie?

Jeder Mensch trifft tagtäglich etwa 20.000 Entscheidungen. Größtenteils fällt er diese aber intuitiv und blitzschnell, sodass er sich dessen gar nicht bewusst ist. Dazu gehören beispielsweise die Entscheidung, welche Kleidungsstücke jemand anzieht, oder was er zum Frühstück isst. Doch es gibt auch schwierigere und komplexere Entscheidungen, wie die angehenden Therapeuten in ihrer Mentalcoach Ausbildung erfahren. Dazu gehören die Berufs- und Partnerwahl, die mit zu den wichtigsten Entscheidungen eines Menschen gehören, weshalb jeder dafür auch ein wenig mehr Bedenkzeit braucht. Doch wie lassen sich wichtige Entscheidungen am besten treffen – intuitiv oder doch besser rational? Da nicht wenige Menschen Probleme damit haben, Entscheidungen zu treffen, lernen die angehenden Therapeuten in der Mentalcoach Ausbildung Methoden und Tipps, wie sie ihren Klienten dabei helfen können, besser Entscheidungen zu treffen.

Jede Entscheidung: ein Gewinn oder ein Verlust?

Selbstverständlich erfahren die angehenden Therapeuten auch die psychologischen Hintergründe im Rahmen ihrer Ausbildung. Denn sobald sich ein Mensch für etwas entscheidet, schließt er damit zugleich auch sämtliche Alternativen aus. Das bringt jeden Menschen natürlich vor ein regelrechtes Entscheidungsdilemma. Denn in aller Regel achtet derjenige, der eine Entscheidung treffen muss, mehr auf seinem Verlust, dem er dann auch hinterher trauert. Doch diese Verlustängste blockieren die Entscheidungen nicht nur, sondern führen auch dazu, dass die falschen Entscheidungen getroffen werden. So mancher trifft deshalb kurzfristig eine Entscheidung, die langfristig betrachtet alles andere als klug ist.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Zahl an Wahlmöglichkeiten kontinuierlich steigt. Denn sowohl im Berufs- als auch im Privatleben herrscht ein schier endloses Angebot. Verwirrt werden die Sinne zudem durch Marketing-Tricks und Gefühle, sodass es für den einzelnen nicht einfach ist, sich auf etwas festzulegen.

Wer trifft die Entscheidungen – der Kopf oder der Bauch?

Ein jeder Mensch trifft zahlreiche Entscheidungen spontan und unbewusst, also aus dem Bauch heraus. Wie Studien gezeigt haben, sind Bauchentscheidungen nicht zwangsläufig schlechter als wohl überlegte Entscheidungen, sie werden aber sehr viel schneller getroffen. Wie Sian Leah Beilock, die an der Universität Chicago tätig ist, herausfand, spielen Profi-Golfspieler am besten, wenn sie gar nicht erst lange über den Schlag nachdenken können.

Warum langfristige Entscheidungen zu einem Problem werden

Das ganz große Problem besteht bei vielen Entscheidungen darin, dass die Betreffenden damit ein langfristiges Ziel verfolgen oder die Entscheidung langfristige Folgen hat, doch die Entscheidung muss bereits jetzt getroffen werden. Deshalb schließen viele Menschen einen Kompromiss und entscheiden sich nicht für das, was sie wirklich wollen, weil dieser Kompromiss jetzt zumindest ein paar Vorteile mit sich bringt. Schließt ein Mensch aber zu viele Kompromisse, entfernt er sich möglicherweise weit von seinen Zielen und von sich selbst.

Wie werden richtige Entscheidungen getroffen?

Nach der Mentalcoach Ausbildung können die angehenden Therapeuten ihren Klienten dabei helfen, wie sie künftig ihr Unterbewusstsein nutzen können. Zugleich sind sie in der Lage, den Klienten ein paar Tipps an die Hand geben:

  1. Soll ein Mensch mit einer einmal getroffenen Entscheidung auf lange Sicht hinaus glücklich werden, ist es unerlässlich, dass er sie unabhängig trifft. Meist gehen Menschen aber einen Kompromiss ein, weil diese kurzfristig erfolgversprechend sind. Allerdings birgt ein Kompromiss die Gefahr, dass das eigentliche Ziel aus den Augen verloren wird.
  2. Wer merkt, dass er Gefahr läuft, eine kurzsichtige Entscheidung zu treffen, sollte den Entscheidungsstress senken, indem er eine kurze Pause macht, etwa eine Nacht darüber schlafen, bevor er die Entscheidung trifft.
  3. Steht eine schwierige Entscheidung an, sollten die Betroffenen besser ein paar Schritte zurücktreten, damit sie ihre Entscheidung gewissermaßen aus der Adlerperspektive treffen können. Dann lässt sich auch besser abwägen, was die Entscheidung langfristig bringt und welche Konsequenzen damit verbunden sind.
  4. Um die richtige Entscheidung zu treffen, ist es nötig, alle wichtigen Informationen zu kennen und Störfaktoren ausschalten. Denn um eine gute Wahl zu treffen, ist eine gewisse Bedenkzeit notwendig.

Gibt es Methoden, um besser Entscheidungen zu treffen?

Die richtige Entscheidung zu treffen ist umso schwieriger, je wichtiger diese ist. Deshalb lernen die angehenden Therapeuten in ihrer Ausbildung auch Entscheidungstechniken, die sie ihren Klienten vermitteln können:

  1. Ein Klassiker ist die Pro-und-Contra-Liste. Dafür schreibt derjenige, der eine Entscheidung treffen muss, links Argumente auf, die für seine Wahl sprechen, in einer zweiten Spalte die Argumente, die dagegen sprechen. Diese Methode hat aber einen Nachteil: Je mehr Alternativen zur Auswahl stehen, umso komplizierter wird die Liste, waas die Auswahl schwieriger macht.
  2. Bei der Benjamin-Franklin-Liste werden ausschließlich die Pro-Argumente betrachtet und benotet. Die Alternative, welche die Bestnote bekommen hat, ist dann auch die beste Wahl. Nachteile werden hier aber nicht unter die Lupe genommen. Unter Umständen werden dadurch also gravierende Nachteile übersehen. Deshalb eignet sich diese Methode eher für die erste Orientierung.
  3. Bei der Entscheidungs-Mindmap steht die Entscheidung im Mittelpunkt, von dem aus die Alternativen als Äste abzweigen. Dabei hat jeder Ast weitere Verästelungen, in welchen die Pro- und Contra-Argumente aufgeführt werden. Wie dick die Äste sind, zeigt an, wie stark ein Argument ist. Schließlich werden die einzelnen Pfade noch bewertet.
  4. Eine Alternative zu Listen ist der Entscheidungsbaum. Hierbei werden die Alternativen mittels K.O.-Kriterien und  Gegenüberstellung verringert. Hervorragend eignet sich diese Technik, wenn zahlreiche Alternativen zur Auswahl stehen.
  5. Spielen Emotionen in die Entscheidungsfindung hinein, umso größer ist die Gefahr des Selbstbetrugs. Hier kann ein Perspektivwechsel helfen. Beispielsweise könnte sich der Betroffene Fragen, was er einem Freund raten würde, wenn dieser vor der Entscheidung steht. Denn geht es um andere, sehen viele Menschen klarer, als wenn es um sie selbst geht.
  6. Menschen, die eine Entscheidung treffen müssen, stehen bildlich gesprochen vor einer Weggabelung. Denn für jede zur Auswahl stehende Alternative gibt es ein Best- und ein Worst-Case-Szenario. Wer sich das bewusst macht, hat auch die langfristigen Alternativen im Blick. Ist der schlechteste Ausgang eines Szenarios wahrscheinlich, wird dieses aussortiert. Es kann aber auch sein, dass der schlimmste Fall nicht so schlimm sein kann, womit ein gangbarer Weg gefunden ist.