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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Die Havening Technik: eine neue Art der Hypnose

In der Hypnose Ausbildung werden die angehenden Therapeuten auch mit Verfahren vertraut gemacht, die im deutschsprachigen Raum noch relativ jung sind. Dazu gehört beispielsweise die Havening Technik. In Zusammenhang mit dieser Technik lernen die angehenden Therapeuten in der Hypnose Ausbildung beispielsweise, wie sie Ängste des Klienten durch Suggestionen in Kombination mit Bewegung und Berührung direkt an der Wurzel lösen. Der Grund: Durch die Bewegungen und Berührungen werden die Sinne aktiviert. Arbeiten die Therapeuten nach ihrer Hypnose Ausbildung mit der Havening Technik, gelingt es ihnen, jene neuralen Verbindungen innerhalb des menschlichen Gerhirns aufzulösen oder zumindest abzuschwächen, welche Symptome wie unangemessene Ängste hervorrufen.

Wer hat die Havening Technik erfunden?

Entwickelt wurde die Havening Technik vom US-amerikanischen Arzt Dr. Ronald Ruden. Den Namen Havening wählte er, weil er damit veranschaulichen wollte, dass die Seele des Menschen einen sicheren Hafen braucht. Der Grund: In einem geschützten Rahmen lassen sich negative Erlebnisse und belastende Erfahrungen besser verarbeiten und auflösen. Er selbst setzte diese Technik unter anderem bei psychosomatischen Beschwerden, Depressionen, zur Reduktion von Angst sowie anderen Symptomen ein, die psychopathologisch relevant sind.

Wie funktioniert die Havening Technik?

Die Havening Technik basiert auf der Tatsache, dass innerhalb des menschlichen Körpers permanent biochemische Prozesse ablaufen, ohne dass sich der Mensch dessen bewusst ist. Tritt ein Ereignis ein, welches einen Menschen emotional stark belastet, werden innerhalb des Körpers verschiedene Botenstoffe wie Cortisol, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Hinzu kommt, dass das Gehirn das Ereignis und auch jene Emotionen, die damit verbunden sind, verarbeitet und abspeichert. Dieser Zusammenhang erklärt auch, warum Phobien und Ängste stets mit körperlichen Symptomen einher gehen. Körperliche Reaktionen wie Unruhe, Zittern oder Schwitzen lassen sich in diesen Situationen nicht durch das bewusste Denken.

Weil es sich bei der Havening Technik um eine Form von psychosensorischer Therapie handelt, werden in die therapeutische Arbeit auch die Sinne des Menschen eingebunden – in diesem Fall Berührungen. Das Einbeziehen der Sinne bewirkt eine Ausschüttung von Serotonin, dem Glückshormon, und Oxytooin, dem sogenannten Bindungs-Hormon. Das hat zur Folge, dass sich der Körper beruhigt.

Zusammen mit den Berührungen wird durch die Suggestionen des Therapeuten eine elektrische Delta-Welle innerhalb des Gehirns erzeugt. Diese Welle stößt wiederum neurale Prozesse innerhalb des Gehirns auf. Jene Rezeptoren im Angstzentrum, die auf ein vorheriges Trauma zurückgehen, lassen sich dadurch auflösen.

Nicht gelöscht wird jedoch die Erinnerung an das auslösende Ereignis. Jedoch ruft die Erinnerung daran keine emotionalen Reaktionen mehr hervor. Durch diese Herangehensweise lassen sich unterschiedliche Beschwerdebilder wie beispielsweise Stress, Phobien, Panikattacken, Abhängigkeiten oder Blockaden innerhalb kurzer Zeit verbessern oder sogar ganz beseitigen.