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Die Gesichter der Angst

Bei Angst handelt es sich um ein Grundgefühl, welches jeder Mensch in einer ihm bedrohlich erscheinenden Situation empfindet. In der modernen Welt scheint dieses Gefühl überflüssig, doch evolutionstechnisch ist Angst sehr wichtig für den Menschen.

Diese Situation kennt vermutlich jeder: Eine wichtige Prüfung steht unmittelbar davor, doch der Proband kann sich nicht so recht konzentrieren, weil er sich auf die plötzlichen Reaktionen in seinem Körper konzentriert: Sein Puls schlägt schneller, er spürt eine innere Unruhe und möchte am liebsten ganz weit weg laufen. Vielleicht kommen auch noch zittern und Schweißausbrüche hinzu. Der Betreffende hat schlicht und ergreifend Angst.

Was ist Angst?

Bei Angst handelt es sich um ein Grundgefühl, welches jeder Mensch in einer ihm bedrohlich erscheinenden Situation empfindet. In der modernen Welt scheint dieses Gefühl überflüssig, doch evolutionstechnisch ist Angst sehr wichtig für den Menschen. Schließlich war es über Jahrhunderttausende für das Überleben einzelner und das der ganzen Sippe enorm wichtig, dass keiner unnötige Risiken einging und sich oder andere in Gefahr brachte.

Doch es gibt sehr wohl auch Ängste, die sich nicht rational begründen lassen oder die krankhaft übersteigert sind. Und genau diese stellen in der Hypnose Ausbildung ein wichtiges Kapitel dar. Der Grund: Die Angststörung kann das Leben der Betroffenen mitunter massiv einschränken. Unter Umständen werden durch dieses Problem sogar Beziehungen oder Freundschaften zerstört.

Die vielen Gesichter der Angst

Die angehenden Therapeuten erfahren in ihrer Hypnose Ausbildung neben diesen Hintergründen auch weitere wichtige Details zu diesem Thema. Denn Angst ist nicht gleich Angst. So lassen sich Angststörungen grob in Phobien und diffuse, unspezifische Ängste unterteilen. Ersteres sind Ängste vor ganz konkreten Dingen wie beispielsweise Spinnen. Dieses Problem können die angehenden Therapeuten nach ihrer Hypnose Ausbildung relativ einfach lösen, weil sich die Angstzustände einem ganz konkreten Auslöser zuordnen lassen.

Schwieriger sind die diffusen und unspezifischen Ängste wie etwa die Generalisierte Angststörung zu lösen. Für diese gibt es keinen konkreten Auslöser und hat sich unter Umständen äußerst komplex entwickelt. Die Ängste bei den Klienten zu lösen ist für den Therapeuten etwas schwieriger und erfordert in aller Regel auch einen höheren Zeitaufwand.

Wie viele Menschen sind betroffen und wieso ist die Behandlung schwierig?

Betroffen sind von den verschiedenen Ausprägungen der Angststörung Studien zufolge zwischen fünf und 15 Prozent der Bevölkerung, es handelt sich also um ein relativ häufiges Problem. Was die Therapie allerdings oft schwierig macht, ist die Tatsache, dass Angststörungen nicht selten mit  Begleitproblemen einher gehen, welche das eigentliche Kernproblem überlagern. Beispielsweise neigen Menschen, die unter einer Angststörung leiden, dazu übermäßig Suchtmittel zu konsumieren, weil sie die Angstgefühle betäuben wollen. Nach außen hin wirkt es jedoch, als hätten sie ein Alkoholproblem, welches in aller Regel auch als erstes behandelt wird. Ohne eine Behandlung der Angstzustände versagt die klassische Suchttherapie jedoch und der nächste Rückfall ist vorprogrammiert.

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