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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Die eigenen Abhängigkeiten erkennen

Beim Begriff Abhängigkeit denken die meisten Menschen an Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit. Es gibt aber sehr wohl auch eine Form von emotionaler Abhängigkeit, welche für die Betroffenen massive Probleme zur Folge haben kann. In der Hypnose Ausbildung beschäftigen sich die angehenden Therapeuten mit beiden Formen der Abhängigkeit, weil sie in der alltäglichen Praxis regelmäßig damit konfrontiert werden.

Die Abhängigkeit in der Suchtmedizin

In der Suchtmedizin gibt es verschiedene Formen der Abhängigkeit, wie die angehenden Therapeuten in der Hypnose Ausbildung erfahren. So können Menschen nicht nur von Alkohol, psychoaktiven Substanzen oder Schmerzmitteln abhängig sein, sondern auch von angstlösenden Mitteln oder von Substanzen, die eigentlich keine abhängigmachende Wirkung haben, abhängig werden. Etabliert haben sich in der Suchtmedizin neben der Hypnosetherapie auch weitere Therapieformen wie Verhaltenstherapie.

Die Abhängigkeit von Gefühlen

Beleuchtet wird in der Hypnose Ausbildung auch die emotionale Abhängigkeit. Darunter versteht man eine einseitige und übertriebene Abhängigkeit von einem anderen Menschen. Dies äußert sich bei emotional abhängigen Menschen dahingehend, dass sie große Angst vor dem Verlassenwerden haben. Ferner vernachlässigen sie ihre eigenen Interessen zu Gunsten derjenigen des anderen. Im Extremfall kann das bis zur völligen Selbstaufgabe reichen. Angesprochen werden in der Hypnose Ausbildung natürlich auch die Ursachen, die zu einer emotionalen Abhängigkeit führen können. Zu diesen Ursachen gehören ein stark vermindertes Selbstwertgefühl oder auch eine tiefergehende Persönlichkeitsstörung.

Woran lässt sich emotionale Abhängigkeit erkennen?

Menschen, die emotional abhängig sind, brauchen ihren Partner, damit sie ihren Mangel an Selbstwertgefühl, ihre Selbstzweifel und die eigenen Unsicherheiten kompensieren. Denken sie nur daran, dass die Beziehung enden könnte oder sie den Partner aus anderen Gründen verlieren, spüren sie große Ängste und sind äußerst unsicher. Sie haben das Gefühl, dass sie ohne den Partner gar nicht existieren können, zeigen sich unterwürfig, klammern und wollen alles machen, um ihren Partner nicht zu verlieren. Kommt es dann doch zur Trennung, kreisen die Gedanken auch nach Wochen noch um die alte Beziehung und den Partner. Sie sind oft auch unfähig, sich ein neues, eigenes Leben aufzubauen.

Wie normal ist emotionale Abhängigkeit?

In jeder zwischenmenschlichen Beziehung ist ein gewisses Maß an emotionaler Abhängigkeit völlig normal und wirkt sogar stabilisierend. Der Grund: Sie ist ein Teil jener Liebe, die zwei Menschen füreinander empfinden. Problematisch wird diese emotionale Abhängigkeit aber dann, wenn ein Mensch eine Beziehung, in der er sich von Tag zu Tag unglücklicher fühlt, weiterführt oder wenn die Liebe einseitig ausgenutzt wird.

Emotionale Abhängigkeit lässt sich von einem erfahrenen Therapeuten aber sehr gut behandeln. Allerdings gilt es, zunächst einmal die Ursachen, die zur emotionalen Abhängigkeit geführt haben, herauszufinden. Neben Menschen, die an einer tiefergehenden Persönlichkeitsstörung leiden, sind auch Menschen, die an der Borderline-Persönlichkeitsstörung oder unter Depressionen leiden, besonders gefährdet. Für den Therapeuten gilt es, diese Ursachen zu behandeln.