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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Das Schmerzgedächtnis im Gehirn

Nicht wenige Menschen leiden aus unerklärlichen Gründen unter chronischen Schmerzen. Der Grund dafür liegt im sogenannten Schmerzgedächtnis im Gehirn. Das bedeutet: Leidet ein Mensch unter starken oder chronisch anhaltenden Schmerzen, merkt sich der Körper das und der Betroffene verspürt Schmerzen, obwohl es dafür gar keine Ursache gibt. Doch das Schmerzgedächtnis lässt sich sehr wohl auch löschen. Wie das funktioniert, wird den angehenden Therapeuten im Rahmen der Hypnose Ausbildung vermittelt.

Schmerzen – ein Massenphänomen

Von Schmerzen sind übrigens weit mehr Menschen betroffen, als der Laie meinen möchten. Denn allein in Europa leiden etwa zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal wöchentlich unter Schmerzen, wobei chronische Schmerzen einen Schwerpunkt darstellen. Der Deutsche Schmerzkongress beispielsweise bewertet Schmerzen sogar als eigenständige Krankheit. Schon seit einigen Jahren richtet sich der Fokus in der Forschung nämlich auf dem Schmerzgedächtnis, welches die Nervenzellen entwickeln.

Bestehen die Schmerzen über einen längeren Zeitraum hinweg, ohne dass sie behandelt werden, nehmen die Nervenzellen den Schmerzreiz kontinuierlich wahr und leiten die entsprechenden Signale durch den gesamten Körper an das Gehirn weiter. Diese Signale werden umso stärker, je öfter der auslösende Reiz auftritt. Werden die Nervenzellen diesem Impuls ständig ausgesetzt, leiten sie das Schmerzsignal sogar schon bei leichten, sensiblen Reizen weiter. Hinzu kommt, dass sich die Nervenzelle durch die Bildung neuer Eiweißketten dahingehend verändert, dass sie schneller als normal reagiert. Mit der Folge, dass die Betroffenen mehr Schmerz verspüren.

Welche Ursachen stecken hinter den Schmerzen?

Bei der Entwicklung von Schmerzen handelt es sich um einen äußerst komplexen Vorgang. Selbstverständlich lösen schon kleinere Verletzungen, welche die Folge eines Sturzes sind, Schmerzen aus. Hinzu kommen aber möglicherweise noch Ängste, dass es sich um eine ernsthaftere Verletzung handeln könnte. Dann verbinden sich die Schmerzen nämlich mit seelischen Ängsten und Unsicherheiten, wodurch unter Umständen benachbarte Zellen in Alarmstellung gehen. Diese sind dann empfänglicher für alle ankommenden Reize, auch wenn diese gar keine Schmerzen verursacht hätten.

Aber auch die persönliche Vergangenheit hat einen Einfluss auf das Entstehen des Schmerzgedächtnisses. Sind in der Familie in der Vergangenheit vermehrt ernsthafte Erkrankungen, etwa verschiedene Formen von Krebs, aufgetreten, verwandelt sich bei den Betroffenen die Angst sehr schnell in Schmerzen. Diese beziehen sich meist auf einen bestimmten Bereich des Körpers. Hatten sich die Betroffenen an dieser Stelle bereits verletzt, führt das zu psychischem Druck, der die Schmerzen zusätzlich verstärkt.

Das Schmerzgedächtnis löschen

Um das Schmerzgedächtnis zu löschen, werden in der schulmedizinischen Psychologie verschiedene Verfahren wie Tiefenpsychologie, Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie eingesetzt. In der Hypnose Ausbildung lernen die angehenden Therapeuten – ähnlich wie in der Tiefenpsychologie – sich mit der Vergangenheit des Klienten auseinanderzusetzen. Der Grund: Dadurch wird der Auslöser des Schmerzes gefunden und die negativen Empfindungen können im nächsten Schritt im Unterbewusstsein durch positive ersetzt werden.