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« Wer keine Visionen hat, vermag weder grosse Hoffnungen zu erfüllen, noch grosse Vorhaben zu verwirklichen. »Philippe Hort, Geschäftsführer

Agoraphobie: Wenn Menschen Angst machen

Selbstverständlich werden in der Hypnose Ausbildung auch die verschiedenen Phobien behandelt, mit welchen die angehenden Therapeuten später in der Praxis konfrontiert werden. Dazu gehört unter anderem die Agoraphobie, die im Volksmund auch als Platzangst bezeichnet wird. Menschen, die unter dieser Phobie leiden, haben Angst vor bestimmten Situationen oder Orten, etwa Menschengedränge oder weiten Plätzen. Wird die Agoraphobie nicht behandelt, neigen die Betroffenen dazu, genau diese Situationen zu vermeiden. Damit manövrieren sie sich jedoch in einen regelrechten Teufelskreis, der dazu führen kann, dass sie im Extremfall die eigene Wohnung nicht mehr verlassen können.

Auch die Hintergründe für diese Phobie werden in der Hypnose Ausbildung angesprochen. Denn die Betroffenen haben auch Angst vor einem Kontrollverlust in den entsprechenden Situationen. Etwa dass sie nicht mehr rechtzeitig aus der Situation flüchten können, wenn sie sich in dieser Situation bedroht fühlen oder sie nicht schnell genug Hilfe holen können.

Die typischen Symptome einer Agoraphobie

Die angehenden Therapeuten erfahren während ihrer Hypnose Ausbildung auch, mit welchen Symptomen die Agoraphobie verbunden ist, weil sich diese Angststörung auch durch die Sypmtomatik sehr gut diagnostizieren lässt. Eine äußerst starke und grundlose Angst vor Reisen oder bestimmten Orten ist das Hauptmerkmal einer Agoraphobie. Diese starke Angst lässt sich weder mit rationalen Argumenten beseitigen noch willentlich von den Betroffenen steuern. Das Vermeidungsverhalten resultiert daraus, dass die Betroffenen in entsprechenden Situationen oft unter Panikattacken leiden. Eintreten können diese starken Angstgefühle in der entsprechenden Situation, aber auch wenn die Betroffenen wissen, dass ihnen eine solche bevorsteht. Deshalb verlassen sie ihre Wohnung erst gar nicht.

Wie wird die Agoraphobie diagnostiziert und wie häufig tritt sie auf?

Zunächst einmal muss geklärt werden, ob es sich bei der Agoraphobie um eine eigenständige Krankheit handelt oder ob die Angstgefühle ein Symptom anderer Erkrangungen sind. Nach der gültigen Definition müssen mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sein, um eine Agoraphobie zu diagnostizieren:

  1. Angst vor öffentlichen Plätzen
  2. Angst vor Menschenmengen
  3. Angst davor, alleine zu Reisen
  4. Angst vor weiten Reisen

Nachgewiesen werden konnte in einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2006 auch ein Zusammenhang zwischen der Agoraphobie und Panikattacken oder Panikstörungen. Auf welche Ursache die Agoraphobie zurückgeht, ist bislang nicht geklärt. Eine mögliche Ursache kann aber sehr wohl eine Traumatisierung sein, sodass die Agoraphobie ein zusätzliches Symptom zu jenen einer Posttraumatischen Belastungsstörung wird.