Konditionierung nach Pawlow

Spätenstens seit Iwan Pawlow das Hundeexperiment veröffentlichte, hat die Thematik der Konditionierung an Aufmerksamkeit gewonnen. “Konditionierung - was ist dies?” magst du nun vielleicht denken, ich gebe dir hiermit einen ganz kurzen Einblick in diese Thematik. Du findest im Internet ganz viele Informationen hierzu falls es dich näher interessieren sollte.  Pawlow hat bemerkt, dass jedesmal wenn er seinen Hunden Essen brachte, der Speichelfluss sich erhöhte obwohl noch gar kein Futter in Sicht war. Dieses Phänomen wollte er näher erforschen und hat damit angefangen, dass jedesmal wenn seine Hunde Futter erhielten dazu mit einer Glocke zu bimmeln. Mit der Zeit haben die Hunde bereits beim Hören der Glocke damit angefangen zu sabbern, ohne das Essen zu sehen. Pawlow hat es geschafft, mit dem Glockenklang die Fütterung in Verbindung zu bringen. Konditionierung in diesem Sinne heisst also einen Reiz (akustisch, visuell, emotional, gustatorisch, olfaktorisch) mit einem Gefühl oder Verlangen in Verbindung zu bringen. Das Experiment gilt als Basis der Konditionierung.  

Sprich ein Gefühl ob positiv oder negativ wird ausgelöst durch einen Trigger. Ein Trigger ist nichts anderes als ein Impuls welcher mit einem Gefühl, Verhalten oder dergleichen verbunden ist. Wir sind voll von Konditionierungen. Denke nur an deine Mutter und all die Gefühle welche du damit verbunden hast. Ja, auch dies ist eine Konditionierung. Oder an deine Schulkameraden aus der Unterstufe, welche du nach Jahren das erste Mal wieder getroffen hast, sie haben sich komplett verändert und du wusstest gar nicht wie umgehen damit, da du ganz andere Verhaltensweisen an jene Person gekoppelt hast und die neue Persönlichkeit deinen Erfahrungen widersprachen. Somit musstest du dich erst wieder daran gewöhnen, dass es nicht mehr der kleine verschubste Peter ist, sondern dieser Peter heute erfolgreicher Geschäftsmann ist. Summa summarum heisst dies, dass wir gewissen Ereignissen, Personen oder Objekten einen emotionalen Wert zuschreiben. Genauso ist es auch möglich, dass wir jedes Mal, wenn wir unseren Partner sehen, die Schmetterlinge im Bauch anfangen zu fliegen. 

Genau so können jedoch auch Ängste und Phobien entstehen. Vielleicht bist du als kleines Kind erschrocken als eine Spinne unter dem Tisch hervor gekrabbelt kam. Der erste Reiz ist nun geschaffen um eine Phobie zu entwickeln. Eine Woche später, kommt dein Bruder und sucht die dickste und hässlichste Spinne die er findet um dich damit zu ärgern. Er weiss ja, dass du Spinnen nicht unbedingt magst, also was tut ein guter Bruder? Genau er zieht dich damit auf. Da du diese eklig findest springst du natürlich davon, als du diese dann wieder unter deinem Kopfkissen entdeckst und laut anfängst zu schreien, ist alles so perfekt dass daraus eine Phobie entstehen kann. Das heisst, jedes Mal wenn du nun eine Spinne siehst wirst du wieder in die selbe Reaktion verfallen. Die Konditionierung ist perfekt, je mehr du diese wieder erlebst desto stärker sitzt sie.