Grundannahmen der Hypnose

1. Alles Erlebte wird gespeichert

Jede Sekunde, jedes Gefühl und jede Emotion die du einmal erlebt hast wird gespeichert. Die Erfahrungen gehen nicht verloren, sondern sind für uns im Alltag lediglich nicht mehr bewusst abrufbar. Bereits als Embryo im Bauch der Mutter wird bereits alles gespeichert und als Erfahrungsschatz abgelegt. Klar, sind wir doch mit der Nabelschnur verbunden, sprich alle Gefühle, Emotionen und körperlichen Vorgänge welche unsere Mutter durchmacht übertragen sich auch auf uns. Du kannst dies vergleichen wie mit einer riesigen Bibliothek. Alles ist darin gespeichert, notiert und somit irgendwo abgelegt. Ein gutes Beispiel für die Funktionsweise unseres Gehirnes sind die sogenannten Savants. Jene haben eine Inselbegabung, welche Ihnen erlaubt in einem gezielten Bereich schon fast übersinnliche Fähigkeiten zu haben. Der wohl berühmteste hierfür ist Steven Wiltshire, welcher nach einem Flug über eine Stad in Perfektion aus dem Gedächtnis ein Portrait von 5m x 1.5m nachzeichnet. Es gibt auch Menschen, welche nach einem Unfall rückwirkend sich an alles erinnern können was Sie je erlebt haben.

2. Diese Erfahrungen steuern unser Leben

Alles was wir im Hier und Jetzt wahrnehmen wird direkt abgeglichen mit dieser Datenbank. Haben wir gute Erfahrungen gemacht so empfinden wir Freude. Haben wir schlechte Erfahrungen gemacht so sind wir darauf programmiert unangenehme Sachen zu umgehen und somit sendet das Unterbewusstsein ein Alarmsignal um uns darauf aufmerksam zu machen. Dies kann in Form von Panikattacken, Ängsten oder auch schlechten Gefühlen sein. Sprich jede Auswirkung welche du im heutigen Leben hast, hat einen Ursprung.

3. Nicht die Erfahrung – die Bewertung dessen ist matchentscheidend

Je mehr du therapierst desto mehr wirst du merken, dass nicht entscheidend ist was dein Kunde erlebt hat, sondern wie er es bewertet. Es gibt Klienten die eine relativ heftige Vorgeschichte mitbringen, diese jedoch nicht zum Thema wird. Die Frage ist also nicht was ich erlebt habe – sondern wie ich es bewerte.

Ein Beispiel: Ein Klient von mir kam aufgrund von sehr starken emotionalen Schwankungen zu mir. Er hat sich für alles aufgeopfert und sich so verausgabt, dass seine eigenen Bedürfnisse zu kurz gekommen sind. Aufgrund der Anamnese habe ich mich für eine Regression entschieden. Er ist bis ins Kindheitsalter regressiert im Alter von 2 Jahren. Dort war er in seinem Zimmer am schlafen. Irgendwann ist er erwacht und hörte wie seine Mutter in der Küche seine Schwester gerügt hat, ihr ganz viele Sachen vorgeworfen hat die sie tagsüber nicht gut gemacht habe. Nun wollte mein Klient seiner Schwester helfen, konnte jedoch nicht da er nicht aus dem Bett kam. Er dachte er müsse seiner Schwester beistehen und sie beschützen. Da er dies nicht konnte, wurde er traurig und der Glaubenssatz: „Wegen mir müssen andere Menschen leiden“ hat sich manifestiert. Aufgrund dieses Erlebnisses hat er das ganze Leben versucht diese Erfahrung zu kompensieren. Er hat überall alles für seine Mitmenschen getan, ihnen geholfen und sich aufgeopfert. Dabei hat er sich völlig vergessen und seine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund gestellt.

Wie du siehst ein Erlebnis welches nur durch die Bewertung des Klienten zu einem Problem wurde. Daher zählt nicht die Erfahrung, sondern die Bewertung.

4. Unsere Psyche hat eine Auswirkung auf den Körper

Bestimmt hast du schon davon gehört, dass gerade Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder auch häufiges krank sein, psychosomatischer Natur sein kann. Der Klassiker ist Stress: Zuviel Stress hat Auswirkungen auf unseren Körper. Bestimmt hast du es auch schon erlebt bei Menschen, dass immer genau dann, wenn Sie in den Urlaub fahren krank werden. Oder noch besser: jährlich rund um Oktober – November findest du grosse Zeitungsartikel darüber, dass die Grippewelle kommt. Sobald das jemand glaubt, er vorsichtig ist und Angst davor hat krank zu werden, kannst du darauf wetten, dass er es innert Kürze sein wird.

Sind Krankheiten genetisch bedingt?

Seit den Studien von Bruce H. Lipton im Bereich der Epigenetik wissen wir, dass das Umfeld und die eigenen Gedanken einen Einfluss darauf haben ob wir gesunde oder kranke Gene haben. Auch Masaru Emoto mit seinen Wasserexperimenten hat nachgewiesen, dass rein durch Gedankenkraft sich Wasserkristalle verändern können. Zum Guten wie auch zum Schlechten.

Wir gehen in der Hypnose Ausbildung davon aus, dass eine Krankheit nicht nur auf körperlicher Ebene entstanden ist, sondern auch psychische Faktoren hat. Zuviel Druck, zu starke Einengung oder tief verankerte, für mich nicht passende Glaubenssätze fordern ihren Tribut. Dank Hypnose, kannst du diese Themen lösen und somit deinen Klienten helfen Krankheiten zu überwinden. Kurzum gesagt geht es darum den Nährboden von Krankheiten zu vernichten, so dass keine entstehen können.