Es gibt verschiedene Schnellinduktionstechniken. Eine Schnellinduktion heisst, dass du deinen Klienten sehr schnell in einen hypnotischen Zustand hineinführen kannst. Auch Blitzinduktionen genannt sind diese vielfach aus der Showhypnose bekannt. Der Vorteil liegt darin, dass es eine Menge an Zeit spart, jedoch in einer Therapiesitzung unter Umständen nicht immer angebracht sind. Auch hier gilt: dein Klient muss bereit sein für die Hypnose ansonsten funktionieren diese Techniken nicht. Sprich das Vorgespräch muss trotzdem stattfinden und der Rapport hergestellt sein. Das wichtigste bei einer Schnellinduktion ist es, den Schockmoment zu nutzen. Sprich ganz egal was du vorher tust, jede dieser Techniken beinhaltet einen kurzen Moment der „Bewusstlosigkeit“. Genau in diesem wird die Suggestion gegeben: „Schlaf“. Durch diese Suggestion kann ein Klient sehr schnell in einen tiefen hypnotischen Zustand geführt werden. Aber Achtung: du musst direkt im Anschluss weitere Vertiefungssuggestionen anhängen um sicher zu stellen, dass er auch in diesem bleibt. Wenn du einen Klienten zum ersten Mal in Hypnose versetzt baue unbedingt im Vorfeld die Suggestibilitätstests ein. Jene werden ihn davon überzeugen, dass das was du tust auch funktioniert. Wenn du diese Techniken lernen willst, so bist du an unserer Hypnose Ausbildung gut aufgehoben. Da werden wir üben und umsetzen, so dass du all das beherrscht was es braucht um dies erfolgreich anzuwenden.

Schnellinduktion schwerer Arm

Lasse deinen Klienten die Augen schliessen und einen Arm vor sich ausstrecken. Gib ihm nun die Suggestion dass sein Arm ganz schwer wird, so schwer dass er sich ganz von alleine nach unten bewegt. Je mehr er sich dagegen wehrt desto schwerer wird dieser. Und allerspätestens dann wenn der Arm sein Knie berührt ist ein in einem unglaublich tiefen Entspannungszustand. Suggeriere immer wieder, dass der Arm schwer wird, wie wenn ein Sack Steine daran hängen würde. Er wird immer schwerer und noch schwerer. Sobald der Arm dann sein Knie berührt oder ganz nach unten hängt ist er so tief entspannt wie schon lange nicht mehr.

Blitzinduktion Hebel

Lasse deinen Klienten die Augen schliessen und einen Arm vor sich ausstrecken. Er soll sich vorstellen einen Hebel in der Hand zu halten. Dieser Hebel ist am Anfang auf Stufe 10. Er wird diesen runterziehen bis auf Stufe 0. Sobald er bei Stufe 0 angekommen ist, wird er in einen tiefen hypnotischen Zustand sein. Fange nun an ihm zu suggerieren dass sein Arm immer schwerer wird und der Hebel tiefer geht. Zähle laut von 10 runter. Gib ihm ganz viele Suggestionen so, dass er immer tiefer in die Entspannung hinein gleitet. Irgendwann wirst du seinen Arm herunterdrücken obwohl du noch am runter zählen bist, unterbrichst so seine Erwartungshaltung und ein kurzer Schockmoment tritt ein. Genau dann wenn du den Arm herunter drückst gibst du ihm die Suggestion: „Schlaf“.

Händedruck

Du reichst deine offene Hand so, also ob du betteln würdest. Dein Klient soll mit voller Kraft (deine Hand ist unten und gibt Gegendruck) mit seiner Hand dagegen drücken. Motiviere ihn dazu, noch stärker zu drücken, stärker und immer stärker. Sobald der Druck stark genug ist, ziehst du deine Hand weg und gibst die Suggestion „Schlaf“.

Händeschütteln

Dein Gegenüber soll dir die Hand geben, wie wenn du ihn begrüssen würdest. Halte die Hand fest, schüttle diese und sage ihm er soll den Arm ganz locker lassen. Anfangs wirst du etwas Widerstand spüren, da die Muskeln noch angespannt sind, mache einfach weiter bewege die Hand links, rechts, schüttle jene bis der ganze Arm entspannt ist. Währenddessen sprichst du mit ihm. Sobald er dir zuhört, sich nicht mehr auf die Hand fokussiert und die Muskeln völlig entspannt sind ziehst du ruckartig an seiner Hand, so dass der ganze Körper eine Ruck erfährt. In dem Moment gibst du ihm die Suggestion: „Schlaf“.